STUDIEN

Studien zu Retouren.

Wir fassen relevante Studien in eigenen Worten zusammen, ordnen sie fachlich ein und verlinken immer die Originalquelle. Filterbar nach Branche und Thema.
Studien.

Kuratierte Studien zu Retouren.

Branche.
Thema.
RetourenquotenRetourenkosten

European Return-o-Meter: Retourenquoten im europäischen Online-Handel.

Branchenübergreifende Erhebung von Retourenquoten im europäischen Online-Handel. Die Werte unterscheiden sich stark nach Warengruppe: Bekleidung und Schuhe liegen deutlich über dem Durchschnitt, Sortimente ohne Passform-Risiko deutlich darunter.

Einordnung: Nützlich als Referenzrahmen, nicht als Zielwert: Retourenquoten sind nur sinnvoll vergleichbar, wenn Warengruppe, Bezugsgröße und Berechnungsmethode übereinstimmen.
Hochschul-/Forschungsstudie
Quelle: Asdecker, Felch & Karl (2022), European Return-o-Meter – Ergebnisbericht Teil 1: Deutschland vs. Rest-EU · Europa · 2022
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RetourengründeRetourenquoten

Online-Shopping: Jeder zehnte Kauf geht zurück.

Verbraucher:innenbefragung zu Retourenverhalten und Retourenmotiven. Passform, nicht erfüllte Erwartung und Beschädigung dominieren; Auswahlbestellungen sind ein bewusst geplantes Verhalten eines relevanten Teils der Befragten.

Einordnung: Die Ergebnisse zeigen, dass viele Retourengründe bereits vor dem Kauf angelegt sind und damit Ansatzpunkte für Produktdaten, Größenberatung und Erwartungsmanagement bestehen. Die Studie selbst untersucht jedoch nicht die Wirksamkeit dieser Maßnahmen.
Verbraucherbefragung
Quelle: Bitkom (2024), Befragung von 1.050 Online-Käufer:innen in Deutschland; Erhebung 2023 · Deutschland · 2024
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Retourengründe

Retail Returns Statistics & Behavior Report.

US-Verbraucher:innenbefragung zu Retourenverhalten und Rückgaberegeln. Häufige Gründe sind falsche Passform, Defekte, Nichtgefallen und Abweichungen von der Beschreibung. Zugleich beeinflusst eine kundenfreundliche Retourenpolitik die Kaufentscheidung.

Einordnung: Macht sichtbar, dass Retouren nicht nur produktseitig bedingt sind, sondern auch durch das Kaufverhalten beeinflusst werden.
Verbraucherbefragung
Quelle: DealNews (2023), Verbraucherbefragung von 1.002 Verbraucher:innen in den USA; Erhebung November 2022 · USA · 2023
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RetourengründeReverse Logistics

Trends und Innovationen beim Versand – Was erwartet der Kunde?

Breite Befragung zu Versand-, Liefer- und Retourenerwartungen. Besonders relevant: Versandkosten und eine einfache Retourenabwicklung beeinflussen die Shopwahl stark; zugleich stoßen konkrete Services wie Real-Time-Tracking und mobile Retourenscheine auf hohe Akzeptanz.

Einordnung: Die Studie zeigt, dass Versandkosten und die Einfachheit von Retouren die Wahl eines Online-Shops beeinflussen können. Retourenbedingungen sind damit nicht nur ein Kosten- und Prozessfaktor, sondern auch Teil des Kaufangebots.
Branchen-/Forschungsstudie
Quelle: Bolz, Diener & Wittmann (2017), ibi research, 1.024 Befragte · Deutschland · 2017
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RetourengründeRetourenquoten

Genauere Stoffwahrnehmung im Online-Fashion-Handel.

Zwei Experimente vergleichen unterschiedliche Produktdarstellungen von Kleidern: klassische Shop-Ansicht, zusätzliche Bilder zerknitterten Stoffs, ein Model-Video und ein Video, in dem Hände den Stoff dehnen, schütteln und knautschen. Gemessen wurde nicht die Kaufabsicht, sondern wie stark die online entstandene Materialerwartung von der tatsächlichen Ware abweicht. Das Hände-Video verbesserte die Einschätzung von Steifigkeit und Dehnbarkeit am deutlichsten; das Model-Video half bei Glanz. Zusätzliche Bilder zerknitterten Stoffs wirkten uneinheitlich und verschlechterten teils die Gewichts- und Steifigkeitswahrnehmung.

Einordnung: Die Studie liefert starke Evidenz dafür, dass die Art der Produktdarstellung die Genauigkeit der online gebildeten Materialwahrnehmung beeinflusst. Besonders Videos, die Bewegung und Materialeigenschaften sichtbar machen, können Fehleinschätzungen reduzieren. Eine tatsächliche Reduktion von Retouren wurde in dieser Studie jedoch nicht direkt untersucht.
Peer-reviewed Studie
Quelle: Creusen, Shen & Wijntjes (2025), IJRDM 53(13), zwei Experimente (n = 90 und n = 379) · Online-Fashion-Handel · 2025
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RetourenquotenRetourengründe

Returns foresight: Erklärbare Machine-Learning-Modelle zur Vorhersage der Retourenneigung im Omnichannel-Fashion-Retail.

Die Studie untersucht, ob sich die Retourenwahrscheinlichkeit einzelner Bestellungen im Omnichannel-Fashion-Retail mit erklärbaren Machine-Learning-Modellen vorhersagen lässt und ob sich diese Prognosen für gezielte Interventionen nutzen lassen. Grundlage sind Daten von 58.412 Shoppern mit rund 1,27 Mio. Käufen und 243.000 Retouren. Das Modell kombiniert 142 Merkmale und erreicht eine AUC von 0,879. Zusätzlich wurde ein randomisiertes Feldexperiment mit 112.473 Hochrisiko-Transaktionen durchgeführt, in dem eine gezielte „Smart-Fit“-Intervention getestet wurde.

Einordnung: Besonders relevant ist die Verbindung von Retourenprognose und Intervention: Die Studie zeigt nicht nur, dass sich individuelles Retourenrisiko mit erklärbaren ML-Modellen prognostizieren lässt, sondern testet auch eine gezielte Intervention. Im Feldexperiment sank die Retourenquote bei Hochrisiko-Transaktionen um 3,0 Prozentpunkte bzw. 15,6 % relativ, ohne negative Effekte auf Conversion, Warenkorbwert oder Kundenzufriedenheit. Die Ergebnisse stammen aus einem spezifischen Omnichannel-Fashion-Kontext und sollten daher nicht ohne Weiteres auf andere Sortimente übertragen werden.
Peer-reviewed Studie
Quelle: Chen, X., Haron, M. & Sultan, S. M. (2026), Journal of Retailing and Consumer Services, 92, 104828 · Omnichannel-Fashion-Retail · 2026
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RetourenquotenRetourengründe

Fits like a glove? Kenntnis und Nutzung von Größenberatern und Retouren im hochwertigen Fashion-Handel.

Die Studie untersucht, wie sich Kenntnis und Nutzung digitaler Größenberater auf Retouren und auf den Customer Lifetime Value auswirken. Datengrundlage sind 496.365 Bestellungen von 75.707 Kund:innen eines hochwertigen Fashion-Händlers. In diesem konkreten Kontext lag bei Nutzung des Größenberaters die Wahrscheinlichkeit einer Retoure um 0,65 % höher; gleichzeitig zeigte sich ein positiver Zusammenhang zwischen häufigerer Nutzung und höherem Customer Lifetime Value in den Folgequartalen.

Einordnung: Wichtigste Erkenntnis für Retectives: Eine einzelne Kennzahl wie die Retourenquote genügt nicht, um ein Tool zu bewerten. Maßgeblich sind die Effekte auf Retouren, Kaufverhalten, Customer Lifetime Value und Nettogewinn. Die Werte stammen aus einem einzelnen hochwertigen Fashion-Kontext und begründen keinen allgemeinen Kausalzusammenhang.
Peer-reviewed Studie
Quelle: Patel, P. C., Karlsson, S. & Oghazi, P. (2025), Journal of Innovation and Knowledge, 10(5), 100779 · Hochwertiger Fashion-Handel · 2025
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NachhaltigkeitReverse Logistics

The convenience economy: Produktflüsse und Treibhausgasemissionen retournierter Bekleidung in der EU.

Die Studie verfolgt, welchen Weg retournierte Bekleidung nach der Rücksendung nimmt, und bilanziert die damit verbundenen Treibhausgasemissionen. Datengrundlage sind mehr als 630.000 retournierte Kleidungsstücke in der EU. Ergebnis: Bei 22–44 % der untersuchten Retouren erreicht das Produkt keinen weiteren Konsumenten. Die mit Produktion und Erstdistribution dieser ungenutzten Retouren verbundenen Emissionen können 2–16-mal höher sein als die nachgelagerten Emissionen aus Transport, Verpackung und Verarbeitung der Retoure.

Einordnung: Für Retectives relevant: Die ökologische Wirkung einer Retoure endet nicht mit dem Rücktransport. Entscheidend ist insbesondere, ob das retournierte Produkt erneut genutzt bzw. verkauft wird oder ungenutzt aus dem Wirtschaftskreislauf ausscheidet. Die Studie zeigt, dass die bereits bei Produktion und Erstdistribution entstandenen Emissionen ungenutzter Retouren die nachgelagerten Retourenemissionen deutlich übersteigen können.
Peer-reviewed Studie
Quelle: Roichman, R., Sprecher, B., Blass, V., Meshulam, T. & Makov, T. (2024), Resources, Conservation and Recycling, 210, 107811 · EU · 2024
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RetourengründeRetourenkosten

The billion-pound question in fashion E-commerce: Die Anatomie von Retouren.

Die Studie analysiert Retouren im Online-Fashionhandel anhand von rund 30 Mio. verkauften und 10,2 Mio. retournierten Kleidungs- und Schuhartikeln eines großen britischen Fashion-Händlers. Die Retourengründe unterscheiden sich deutlich nach Produktkategorie. Bei Damen- und Herrenmode gehörte „style does not suit“ zu den häufigsten Gründen, bei Kinderbekleidung standen Größenprobleme im Vordergrund. Auch Bracketing – das bewusste Bestellen mehrerer Größen oder Varianten – wird untersucht.

Einordnung: Als Größenordnung nennt die Studie für den britischen Fashionhandel 2022 geschätzte Retourenkosten von rund £7 Mrd. Der Wert ist ein britischer Branchenwert und daher nicht direkt auf Deutschland übertragbar. Die Händlerdaten selbst stammen aus einem einzelnen britischen Unternehmen und einem historischen Zeitraum.
Peer-reviewed Studie
Quelle: Marriott, J., Bektaş, T., Leung, E. K. H. & Lyons, A. (2025), The billion-pound question in fashion E-commerce: Investigating the anatomy of returns, Transportation Research Part E: Logistics and Transportation Review, 194, 103904. DOI: 10.1016/j.tre.2024.103904 · Großbritannien · 2025
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RetourenquotenRetourenkosten

Statistiken Retouren Deutschland: Definition und Marktdaten.

Sammlung repräsentativer Studienergebnisse zum deutschen Online-Handel: Alpha- und Beta-Retourenquoten nach Zahlungsart und Warengruppe, geschlechterspezifische Unterschiede, Prozesskosten (Ø 7,93 €), Wertverlust (13,1 %) und eine rechnerische Gesamtkostengröße von ca. 15,18 € pro Retoure.

Einordnung: Zentrale Referenzwerte für den deutschen Markt. Besonders wichtig: die Unterscheidung zwischen Paket- und Artikelquote sowie der Zusammenhang aus Prozesskosten, Wertverlust und Retourenwert.
Hochschul-/Forschungsstudie
Quelle: Asdecker, B. (o.J.), Statistiken Retouren Deutschland – Definition, retourenforschung.de / Otto-Friedrich-Universität Bamberg · Deutschland · o.J.
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RetourenquotenRetourengründeRetourenkostenNachhaltigkeit

Die Psychologie der Retoure.

Feldexperimente mit verhaltenspsychologischen Interventionen zur Retourenvermeidung. Verschiedene Nudges wurden in acht europäischen Ländern getestet. Besonders Loss Aversion und Social Norm zeigten robuste Effekte auf Retourenquote und Umsatz.

Einordnung: Die Wirkung ist nicht universell: Je nach Intervention, Markt und Zielgruppe können Effekte deutlich variieren. Die Studie zeigt deshalb vor allem, dass Retourenvermeidung gezielt getestet und datenbasiert optimiert werden sollte.
Hochschul-/Forschungsstudie
Quelle: Philipp Spreer, Thilo Pfrang & Niklas Oberwegner (2024) · EU · 2024
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